Dort hat er dann auch angefangen, chromatische Modelle nach italienischem Vorbild zu bauen. Diese Akkordeons wurden damals vom Handharmonikageschäft Karl Geiser in Zürich 2 vertrieben.
Um 1929 hat der Mechaniker Franz Hoeffleur das Geschäft von Nussbaumer übernommen und später (1935) die Fabrikation der Handharmanonikas nach Zürich Seebach verlegt; In Bachenbülach wurden aber weiterhin von verschiedenen Fabrikanten "Bachenbülach"- und "Tell"- Handharmonikas hergestellt.
Der Name „Record“ tritt allerdings erst ab ca. 1940 in Erscheinung, nämlich als Heinrich Ackermann, welcher damals die Produkte von Franz Hoeffleur vertrieben hatte, die Idee gehabt hat, dies wäre ein guter Name um Handharmonikas zu vermarkten. Fortan wurden die Handharmonikas mit Record angeschrieben. Dieser Name wurde auch in Bern im Amt für geistiges Eigentum eingetragen. Bis ca.1943 musste aus Urheberrechtsgründen noch zusätzlich der Name Nussbaumer auf den Akkordeons angebracht werden.
Der damaligen Zeit entsprechend wurde auch die Produktion von Schwyzerörgeli durch Hoeffleur praktisch eingestellt. Dafür wurden chromatische und diatonische Handharmonikas in einer grossen Modellvielfalt hergestellt. Auch wurden die Akkordeons laufend verbessert; Zum Beispiel wurden ab ca. 1948 die Akkordeons mit automatischen Registern gebaut; Das heisst, mit einem Schalterdruck wird eine komplette Registerkombination eingeschaltet, vorher musste jeder Chor einzeln ein- oder ausgeschaltet werden. Bei den Modellen ab ca, 1955 wurde dann auch die Bassmechanik mit Filz und geräuschdämpfendem Kork unterlegt.
Allerdings hatten die Modelle ab ungefähr 1950 viele Stimmbrüche, und da die Firma Ackermann alle Garantiearbeiten auf eigene Rechnung ausführte, gab es immer mehr Unstimmigkeiten zwischen dem Fabrikanten Hoeffleur und der Vertriebsfirma Ackermann.
Als dann um ca. 1960 Franz Hoeffleur für alle Akkordeons einen Preisaufschlag geltend machen wollte, und vor allem Frau Ackermann lautstark dagegen protestierte, soll dieser (Ein sehr vermögender Fabrikant mit zahlreichen Patenten, unter anderem eines für einen Vergaserzusatz mit dem Mercedesautos weniger Benzin brauchten) gesagt haben: Dann höre ich halt auf. (Franz Hoeffleur war damals auch schon über 60)
Als Ackermann eine Woche später nach seinen bestellten Handharmonikas schauen wollte, standen im Fabrikareal lauter Mercedesautos, und die Handharmonikaproduktion war eingestellt.
Heinrich Ackermann wollte indes weiterhin Handharmonikas verkaufen, und natürlich mit dem gutgehenden Namen Record. Er brachte deshalb die beliebtesten Modelle nach Stradella (Oberitalien) in die Fabrik von der er vorher schon Akkordeons importierte, und liess die Schweizer- Record möglichst originalgetreu nachbauen.
Die Stradella-Record ist denn auch heute noch jene, die mit der Schweizer- Record am meisten Aehnlichkeit hat. Diese werden dann auch oft verwechselt, wobei ich beides schon erlebt habe: Jemand hat eine Stradella- Record und behauptet es wäre eine Schweizer; Andersherum hat sich schon Besitzer einer Schweizer- Record von einem „Besserwisser“ überzeugen lassen, er hätte keine solche, sondern eine aus Stradella.
Um 1970 ging dann aber auch diese Aera zu Ende.
Im Jahr 1974 hat dann die Firma Ackermann die Produktion der Record- Orgeln der damals aufstrebenden jungen Firma Pigini übertragen. Mit dieser Firma wurde es dann möglich, die Modelle wieder etwas den traditionellen Record anzunähern.
Auch heute noch werden die Record Orgeln von dieser Firma, welche sich in der Zwischenzeit zur weltweit renommiertesten Akkordeonfabrik hochgearbeitet hat, hergestellt.
Uebrigens: Obwohl nicht mehr ganz so leicht und kompakt wie damals, Record- Orgeln sind, verglichen mit den entsprechenden Konkurrenzmodellen, immer noch die leichtesten.
Sicher wären die Record- Orgeln auch heute noch besser vertreten, andere Importeure haben aber angefangen, den Musiklehrern Wiederverkaufsrabatte von 40 – 50% zu gewähren, was für Record- Orgeln nicht möglich war, weil diese sonst für die Akkordeonisten viel zu teuer geworden wären.
1936 Heinrich Ackermann arbeitet beider Firma Geiser, welche damals die Nussbaumer- und Stradella- Vertretung hatte.
1938 Heinrich Ackermann macht sich selbständig und betreibt eine kleine Schwyzerörgeli- Werkstatt im Zürcher Niederdorf.
1940 Hans Vogt sein Neffe tritt in die Firma ein
1942 Ackermann kauft das Haus an der Militärstrasse 22, Zürich
1974 Hans Vogt übernimmt die Firma
1976 Tod von Heinrich Ackermann
1994 Hans Keller in Rotkreuz ZG übernimmt das ganze Inventar der Firma Ackermann und zügelt das Geschäft nach Rotkreuz
Record Modellstudie 1999
Leichtestes heute hergestelltes
4- chöriges Casottomodell 
Schweizer Record Baujahr 1939, Verkauft 1940
Hans Keller Handharmonikas 6343 Rotkreuz
Das Geschäft mit vielen Originalersatzteilen für Schweizer- Record
14.08.2007
Wir sind bestrebt den Namen Record weiter mit Enthusiasmus hochzuhalten. Zum
Beispiel lassen wir unsere Orgeln nach wie vor nur mit den teuersten Stimmen (Voci
fatto a mano) bestücken. Auch die Mechanik wird laufend verbessert, und immer
wieder gelingt es ein neues speziell für die Ländlermusik entwickeltes Modell
zu präsentieren.
Auch unser Lager original Ersatzteilen für Schweizer Record wird laufend
ausgebaut. Ausserdem gilt für uns: Was wir nicht am Lager haben wird
angefertigt, dafür sind alle notwendigen Geräte und Maschinen vorhanden.
Akkordeonkünstler, Volksmusikanten, Unterhaltungsmusiker sowie Schüler und
Anfänger werden sich bei uns wohlfühlen.